Kann ein Schuljahr turbulenter und phantastischer starten, als mit einem Zirkusprojekt? Wohl kaum!
Als am ersten Schultag früh die Kinder nach sechs langen Ferienwochen wieder in die Schule kamen, begann für sie ein spannendes und wunderbares Abenteuer. In den kommenden vier Tagen sollten sie alle zusammen – und es sind immerhin 75! - ein komplettes Zirkusprogramm einstudieren – mit wilden Tierdressuren, gefährlicher Akrobatik, elegantem Seiltanz, mutigen Fakiren und natürlich – lustigen Clowns. Die Zirkusfamilie Hein war bereits am Vorabend angereist und hatte in der Turnhalle am Bildungszentrum eine richtige Manege aufgebaut. Schnell hatten alle Kinder ihre „Rollen“ gefunden. In Gruppen probierten und übten sie drei Tage lang unter Anleitung der Artisten vom Zirkus Hein ihre Kunststücke. Traust du dich mit nackten Füßen über Glasscherben zu gehen oder dich auf ein Nagelbrett zu legen? Tom, Justin, Alex, Kimi und die anderen haben es getan. Kannst du auf einen Seil laufen oder dich gar in einem Reifen über ein Seil bewegen? Marie, Mae, Anne und ihre Freundinnen übten auf dem Seil. Wie baut man eine Pyramide? Natürlich mit Antonio, Emely, Pascal, Tino und Manolo. Glaubst du, dass Aischa, Leon, David, Tino und Bruno das Publikum schweben lassen können? Und ob! Und die wilden Tiere – das sind Max und Moritz und ihre Artgenossen – ließen sich von Sarah-Michelle, Annalena, Evan und den anderen Domteuren zum Sprung von Podest zu Podest bewegen – so, wie kleine Ziegen es eben können.
Dann kam der Donnerstag. Plakate warben schon seit Tagen überall in der Stadt für die große Zirkusgala. Um 15.00 Uhr – Premiere! 18.00 Uhr – die zweite Vorstellung und wieder volles Haus. Die kleinen Künstler zeigten, was in ihnen steckt. Sie zauberten, tanzten mit Schlangen und Tauben, kletterten drei Etagen übereinander und „schwebten“ förmlich übers Seil. In der sonst so sterilen Turnhalle erlebten begeisterte Eltern, Großeltern und Gäste eine Atmosphäre wie in einem der großen und berühmten Zirkusse der Welt – oder wie in einem wunderbaren Traum.
Unsere Kinder und Lehrer haben in diesen vier Tagen nicht nur Kunststücke gelernt – sie haben sich besser kennen gelernt, Kameradschaft und Disziplin geübt, Mut bewiesen und Selbstvertrauen gewonnen. Sie sind zu einer großen Schul(Zirkus)Familie zusammengewachsen, wo jeder „ seine“ Rolle hatte und alle gleich wichtig waren – egal ob groß oder klein. Das wollen wir bewahren – in unseren Köpfen und in unseren Herzen.
Wir sind dankbar für diese Erfahrung. Ganz besonders herzlich danken wir der Zirkusfamilie Hein, die uns dieses unvergessliche Erlebnis ermöglicht hat. Gott beschütze und segne sie!
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