Ein neugieriger Blick in unsere Weihnachtswerkstatt

Vom 18.-22. Dezember 2009 ging es in unserer Schule besonders weihnachtlich zu. Ein Ausflug nach Stockhausen in Olbernhau war für die Schüler ein lebendiger Start. In dem zweigeschossigen Kinderhaus voller Spiele und lustiger Aktionen konnten sich die Kinder erst einmal austoben. Zwischendurch flogen sie mit einem Weihnachtswichtel in verschiedene Länder der Erde und erfuhren von ihm, wie die Bewohner dieser Länder ihr Weihnachtsfest feiern.

 

Ein neugieriger Besucher erzählt von seinen Beobachtungen während der folgenden Tage:

 

Hallo, ich will euch einen Rundgang durch die Schule gewähren, so wie ich ihn gemacht habe. Als ich das Schulhaus betrat sah ich Gruppen von Schüler der ersten bis dritten Klasse, die ihre umgestalteten Schulräume besuchten, in denen ihnen verschiedene Angebote rund um das Thema Weihnachten geboten wurden. Schon im Eingangsbereich der Schule verbreitete sich ein weihnachtlicher Duft, der in Richtung Küche immer intensiver wurde. Dort fand ich kleine Weihnachtsbäcker vor – mehlbestäubt, mit roten Wangen und strahlenden Augen formten sie hunderte einzigartige Plätzchen.

 

Aus einem der hinteren Hortzimmer drangen Weihnachtslieder und Kinderlachen an mein Ohr. Als ich näher kam, sah ich Schüler eifrig basteln für die Eltern, die Omas und Opas, Tanten, Onkel oder für liebe Freunde. So entstanden Birkenkerzen, Weihnachtswichtel und Teelichthalter. Nudeln erstrahlten in ungewohntem Glanz als witzige vergoldete Engel.

 

Weihnachtlich gerätselt, geschrieben und gerechnet wurde in dem gemütlich geschmückten, weihnachtlich erleuchteten Zimmer der dritten Klasse. Nachdenkliche Blicke, rauchende Köpfe und schließlich kleine Gedankenblitze sah ich da. So wurden auch die kleinen grauen Zellen zum Nachdenken angeregt.

 

Meine Neugier war geweckt und so ging ich in die erste Etage hinauf. Hier drangen zunächst exotische Klänge an mein Ohr. Ein afrikanisches Lied in der Weihnachtszeit? Ja, auch in Afrika feiern einige Menschen Weihnachten. Das erfuhren die Schüler hier. In einem Gespräch zwischen Freunden hörten sie außerdem von den Traditionen in Italien, England, Griechen, Russland und Schweden.

 

Vor dem Klassenzimmer der ersten Klasse musste ich Acht geben, dass ich nicht auf die glitzernden, selbstgebastelten Weihnachtskarten trat, die die Schüler in mühevoller Arbeit hergestellt hatten: Papier einmal selbst zu schöpfen, den langen Trocknungsprozess abzuwarten und die Karten schließlich mit Glitzersternen und Farbstaub zu gestalten, das war etwas sehr Besonderes.

 

Die kurzen Grüße seien nicht nur für Verwandte und Freunde bestimmt, so erzählte man mir. Eine Gruppe von 20 Schülern erfreute am Montag mit einem kleinen weihnachtlichen Programm und den Karten die Patienten des Frankenberger Krankenhauses.

 

Einen letzten Blick erhaschte ich in die Weihnachtsstube. Wer sagt, Weihnachten sei kein besinnliches Fest mehr, den hätte ich gern mit dorthin genommen. Weihnachtliche Musik, gemütliche Sofas, eine kleine Gruppe von Kindern, die gespannt einer Weihnachtsgeschichte lauschten. Das war sehr wohl besinnlich.

 

Als ich nach meinem Rundgang durch die Werkstatt noch einen letzten Blick in die Räume warf, dachte ich: Ich komm bestimmt wieder… bei der nächsten Werkstatt.