Immer donnerstags trifft sich der Club der jungen Forscher im Werkraum der Schule für eine ganze Stunde – das heißt: weil viele „junge Forscher“ sein wollen, kann nicht jeder jede Woche kommen, sondern nur aller 14 Tage. Die Kinder aus der Klasse 1 bilden eine Gruppe, alle anderen, sind zusammen in der anderen Woche dran. Die vorhandene Zeit wollen wir dazu nutzen, das „Warum? - Fragen“ nicht zu verlernen. Deshalb üben wir bei jedem Experiment, nach dem Aufbau der Versuchsanordnung unsere Erwartungen zu formulieren. Am Schluss vergleichen wir die Erwartungen mit dem Ergebnis. So weit möglich, halten wir beides fest. Dazu führt jeder seinen „Laborhefter“. Wir beschäftigen uns mit Gegebenheiten aus dem Bereich der Naturwissenschaften, die so nicht oder noch nicht im Lehrplan vorgesehen sind. Zum Beispiel fragen wir, wie es möglich ist, dass auf einer Wippe ein einzelnes Kind mehrere andere Kinder nach oben drücken kann, obwohl die gemeinsam doch viel schwerer sind. Wir spüren dem Zusammenhang von Weg und Kraft nach. Wir üben, genau zu arbeiten und präzise zu messen. Wir betreiben ein Farblabor, benutzen Lupe und Mikroskop, nennen Forschermaterialien beim richtigen Namen, züchten Kristalle, gehen Dingen auf den Grund, die wie Zauberei erscheinen, … Dabei merken wir, dass Genauigkeit und gutes Beobachten Geduld erfordert – auch die müssen wir erst noch richtig lernen. Bei geglückten Experimenten sind wir hinterher um so stolzer und fröhlicher. Und das macht Lust auf den nächsten Forschertreff.
Kursleiter
Christiane Schönherr